Salonvortrag 2: „Die Widerständigen: Warum die Bergbäuerinnen im Alpenraum unverzichtbar sind“
In diesem Vortrag richten wir den Blick auf die Berglandwirtschaft im Alpenraum und beschäftigen uns mit der Frage, wie sie trotz zunehmender ökonomischer Belastungen und struktureller Veränderungen fortbestehen kann. Dabei wird die Berglandwirtschaft nicht allein als Produktionsform verstanden, sondern als umfassende Lebensweise, die seit Generationen die Kulturlandschaft prägt und zugleich immer wieder Raum für neue, innovative Ansätze eröffnet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf ihrer Funktion als sozialer „Kitt“ in den Dörfern, wo landwirtschaftliche Arbeit, gemeinschaftliche Strukturen und lokale Identität eng miteinander verbunden sind. Darüber hinaus beleuchten wir die vielfältigen Leistungen der Berglandwirtschaft für den Erhalt der Biodiversität sowie ihren Beitrag zum Klima- und Landschaftsschutz. Vor diesem Hintergrund gehen wir der Frage nach, welche Rolle Identität, Wissen und nachhaltige Praxis für eine zukunftsfähige Entwicklung spielen können. Abschließend diskutieren wir, welche gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen erforderlich sind, damit Bergbäuerinnen und Bergbauern auch in Zukunft ihre zentrale Rolle im Alpenraum wahrnehmen und ihren Beitrag für Gesellschaft und Umwelt leisten können.
Referentin: Assoz. Prof. Dr. Rike Stotten, Institut für Soziologie, Universität Innsbruck
Programmablauf:
09:30 - 10:30 Uhr Vortrag
10:30 - 10:50 Uhr Pause (Kaffee und Gebäck)
10:50 - 11:30 Uhr Fragerunde bzw. Vertiefung des Themas
Anmeldung ist notwendig, die Gebühr ist direkt vor Ort zu bezahlen.
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